Optionsmenü der Simulation
Das Optionsmenü für die Simulation enthält projektunabhängige Simulationseinstellungen, die nicht im Projekt gespeichert werden. Das Optionsmenü wird über den Button Erweiterte Einstellungen im Extras-Ribbon aufgerufen (siehe folgende Abbildung).
Es öffnet sich das folgende Fenster, in dem
Simulation auszuwählen ist.
Allgemeine Einstellungen
Unter Allgemeine Einstellungen kann die Ausgabe der Simulationsergebnisse als CSV-Datei gewählt werden. Die CSV-Datei SimResults.csv enthält die Minima, Maxima und die gewichteten Mittelwerte der Ein- und Ausgabedaten aller Komponenten im Energiesystemmodell, nicht jedoch die Daten für sämtliche Zeitpunkte im Simulationszeitraum. Die Meldung 8380, die im Simulator-Fenster im Loglevel 3 angezeigt wird, enthält den Link zur CSV-Datei, mit dem sie direkt in Microsoft Excel geöffnet werden kann. Voraussetzung ist, dass Microsoft Excel auf demselben Rechner installiert ist.
Lineare Optimierung
Unter Lineare Optimierung bestimmen Sie die Solverauswahl.
Solver
Für die Lösung des MILP-Problems wird von TOP-Energy ein externer Solver verwendet. Eine Lizenz für den mathematischen Löser Gurobi ist in der TOP-Energy-Lizenz enthalten. Die Auswahl des MILP-Solvers findet bei TOP-Energy standardmäßig in der Einstellung Auto automatisch statt. Sowohl in der Einstellung Gurobi als auch in der Einstellung Auto kommt der Gurobi-Solver zum Einsatz. Zusätzlich stehen die Solver SCIP und COIN, der in früheren TOP-Energy-Versionen für einfache Systeme verwendet wurde, zur Verfügung. In jedem Fall ist die Verwendung des Solvers Gurobi zu empfehlen, da er bei allen Systemen am schnellsten die besten Ergebnisse erzielt.
Mit der Funktion Solver-Log speichern wird die Log-Datei des Solvers im oben genannten Ordner hinterlegt.
LP- und MPS-Dateien speichern
Mit der Funktion LP als Datei ausgeben können Sie die vom Solver je Simulation generierten Dateien, die das Optimierungsproblem wiedergeben, im oben genannten Ordner speichern. In der Drop-down-Liste (siehe folgende Abbildung) sind die Textdateiformate LP und MPS und die Abschaltung der Dateiausgabe mit None wählbar. MPS ist solverunabhängig, dafür aber schlechter zu lesen als LP. Die Ausgabe der LP- oder MPS-Dateien verlängert die Rechenzeit, daher spart die Einstellung None Rechenzeit.
Die LP- und MPS- Dateien werden in der Hauptstufe (mainstage) z. B. als Gurobi_mainstage_X.mps und in der Vorstufe (prestage) z. B. als Gurobi_prestage_X.mps durchnummiert. Dabei richtet sich die Reihenfolge nach der Berechnung: Es wird erst der eine Rand (Minimum), dann der andere Rand (Maximum) berechnet und dann dazwischen abgetastet. Hier entspricht die Reihenfolge der Nummerierung der der Dateien LpResults…csv und nicht der Sortierung der Ergebnistabelle, wie sie in der Simulation als SimResults.csv ausgegegeben wird.
Mit der Funktion LP-Ergebnisse als CSV-Datei ausgeben können die Ergebnisse der linearen Optimierung als CSV-Datei exportiert werden. In der Hauptstufe werden die Dateien lpResults.csv, in der Vorstufe die Dateien lpResults_prestage.csv durchnummeriert.
Zeitreihenkompression
Die komprimierten Zeitreihen können als CSV-Dateien CompressedTimeSeries.csv exportiert werden. Setzen Sie dazu ein Häkchen unter Optionen → Simulation → Zeitreihenkompression → Komprimierte Zeitreihen als CSV-Datei ausgeben.
Die CSV-Datei mit den komprimierten Zeitreihen wurde gespeichert.
Sie enthält den blauen Link zum Speicherort der CSV-Datei.
Bei der Kompression der Zeitreihen für die Vorstufe bei Strukturoptimierung spielt ein zufälliger Faktor, der Startwert oder Random Seed, eine Rolle, wodurch die Ergebnisse sich per Rechendurchgang unterscheiden können. Wenn Sie dies verhindern wollen, können Sie den Haken bei Random Seed verwenden entfernen und eine Zeile darunter für den Konstanten Seed eine Zahl eintragen: Dann wird das Ergebnis der Strukturoptimierung immer exakt gleich sein. Sobald ein fester Seed gesetzt ist, gibt der Simulator die Meldung 8293 aus:
Sie benutzen einen festgesetzten Seed für die Zeitreihenkompression. Sie können den Seed in den Einstellungen ändern und überprüfen, ob dadurch bessere Ergebnisse entstehen.
Wahl des Seeds
Die Wahl des Seeds beeinflusst die Qualität der initialen Clusterzentren und damit potenziell das Optimierungsergebnis. Folgende Herangehensweise wird empfohlen:
1. Mehrere Simulationsdurchgänge mit unterschiedlichen festen Seeds durchführen und die Ergebnisse vergleichen.
2. Den Seed, der zum besten Ergebnis führt, in den Einstellungen eintragen.




