Konnektoren
Die Konnektoren definieren die Energieform und schaffen nach außen die Verbindung zum Stoffmodell.
Für alle üblichen Energieformen gibt es Konnektoren, unterschieden nach Senke oder Quelle, zum Beispiel
Weitere Konnektoren sind beispielsweise
Verwendung der Konnektoren
Während alle anderen Elementarys als die Konnektoren unabhängig von der Energie- oder Stoffform verwendet werden, stellen die Konnektoren die Verbindung nach außen, zum Stoffmodell, dar. Die Konnektor-Elementarys haben die dem Stoffmodell entsprechende Farbe: Rot für elektrischen Strom, Dunkelblau für Wärme, Hellblau für Kälte usw. Wie die äußeren Pins der Komponenten sind die äußeren Pins der Konnektoren mit einem Stoffmodell versehen, und sie übermitteln eine Vielzahl Variablen und Eigenschaften, z. B. Temperatur, Druck, Massenstrom und Enthalpiestrom. Der Außenpin des Konnektors „verschmilzt“ mit dem Außenpin der Komponente: Hier wird keine Bilanzierung wie auf dem TOP-Energy-Schema durchgeführt, sondern die beiden verbundenen Pins werden so behandelt, als seien sie derselbe.
Nach innen sind die Konnektoren mit den Pinvariablen versehen, welche, wie im Konzept der Modellierung mit Elementarkomponenten beschrieben, nur genau eine Variable mit genau einem Variablentyp darstellen.
Die folgende Abbildung zeigt die Konnektoren der Strom- und der Kältequelle. Die Pins haben die Farbe des Stoffmodells (blau für Kälte, rot für Strom) und sind mit den Stoffmodelleigenschaften versehen. Sie werden nach außen verbunden. Die nach innen zeigenden Pins stellen nur Energie (ohne die Festlegung der Energiefomr) dar. Sie werden mit weiteren Elementarys verbunden.
Inhalte der Konnektoren
In den Konnektoren werden u. a. Schnittstellenvariablen verwaltet. Zum Beispiel werden die energiebezogenen eVariant-Primitive in einem Ausgabe-Subformular gesammelt. Außerdem gibt es eindeutig deklarierte lineare Optimierungsvariablen, wie lP_el und lQ_dot_heat, welche aus den Steuerungskomponenten oder der Einschaltreihenfolge aufgerufen werden. Im Normalfall müssen die Konnektoren nicht editiert werden, sondern können direkt verwendet werden.
Übung 3 mit Erklärungen zur Komponentenstruktur
- Erstellen Sie ein Symbol: Erzeugen Sie im Symbol-Editor ein blaues Viereck.
- Öffnen Sie auf der obersten Ebene der Komponentenvorlage den Pin-Editor:
Wählen Sie dazu im Template-Explorer Anschlusspunkte.
- Fügen Sie zwei Pins hinzu: water_in (Pintyp: input pin cold side) und water_out (Pintyp: output pin cold side),
- färben Sie die Pins mit dem ersten Blau aus der Palette (von oben gesehen): den Outputpin gefüllt, beim Inputpin nur den Rahmen,
- versehen Sie die Pins mit der Eigenschaft StWasser(if) und
- geben Sie den Pins eine passende Bezeichnung, die als Tooltip auf dem Schema angezeigt wird, zum Beispiel Wassereintritt und Wasseraustritt.
- Öffnen Sie das Subschema der Komponentenvorlage. Am Rand der Komponenten sehen Sie die blauen Pins, die Sie vorher im Pin-Editor angelegt haben. Ziehen Sie per Drag-and-drop aus dem Ordner Elementaries/Konnektoren/water der Komponentenvorlagenbibliothek des Template-Editors den passenden Konnektor connBoxWaterHeatingSource.e-ctpl auf das Subschema. Verbinden Sie die Pins mit den richtigen Außenpins. Achtung: Die verbundenen Pins „verschmelzen“ und werden nicht bilanziert.
- Schauen Sie sich den verwendeten Konnektor etwas genauer an (nur informativ, Sie müssen daran nichts ändern, sondern können den Konnektor so verwenden).
- Im Subschema des Konnektors connBoxWaterHeatingSource sehen Sie zwei weitere Konnektoren. Diese aktivieren bzw. deaktivieren die im Simulator-Ribbon wählbare Funktion temperaturabhängig. Das zugehörige Javascript, welches diese Funktion ermöglicht, befindet sich im Konnektor unter EFLScripts/PropertyModelChangeScript.
- Schauen Sie in die Formularstruktur des Konnektors. Sie sehen unter Forms die Subformulare inputTechnical, outputTechnical und eVariantEnergy, welche aus Informationsgründen im sichtbaren Formular Input unter dem Tabnamen Eingabedaten angezeigt werden. In den Subformularen befinden sich wiederum Subformulare aus noch tiefer liegenden Elementarkomponenten.
- Schauen Sie die Komponente connWaterHeatingSource an und selektieren Sie dort den Knoten Forms. Im angezeigten Formular sehen Sie den Reiter Modellbeschreibung. Dort werden die Variablen deklariert, einige Rechnungen durchgeführt und die eVariant-Schnittstellenprimitive verknüpft.
- Binden Sie die vorgefertigten Subformulare inputTechnical und outputTechnical der Box connBoxWaterHeatingSource in ihre übergeordnete Komponentenvorlage (mit <SubForm hierarchyPath=“connBoxWaterHeatingSource“ form=“inputTechnical“ /> in Eingabedaten, Reiter Technische Eingabedaten, und mit <SubForm hierarchyPath=“connBoxWaterHeatingSource“ form=“outputTechnical“ /> in Ausgabedaten, Reiter Technische Ausgabedaten) ein.
- Erstellen Sie in der EFL im Formular Ausgabedaten der übergeordneten Komponentenvorlage einen neuen Tab (Reiter) mit dem Namen eVariant-Energie-Schnittstellen und fügen Sie das Subformular eVariantEnergy des Konnektor-Elementarys hinzu.























