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Elementarkomponenten für Energieumwandlung verwenden

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Verwendung von Elementarys für Energieumwandlung

In den meisten Komponenten wird unter bestimmten Bedingungen eine Energieform in eine andere umgewandelt.

Die durch Wirkungsgrade oder Kennlinien vorgegebene Umwandlung der Energieformen wird mit den Elementarkomponenten aus dem Ordner efficiency der Komponentenvorlagenbibliothek des Template-Editors abgebildet, die nach der Zahl der Ausgabeenergieformen benannt sind (1output, 2outputs, 3outputs, siehe folgende Abbildung).

Die Zahl der Ausgabeenergieformen gibt an, in wie viele Energieformen die Eingangsenergie umgewandelt wird, z. B. wird in der Power-to-Heat-Komponente Strom in Wärme umgewandelt: 1output, im BHKW werden aus Brennstoff Strom und Wärme erzeugt: 2outputs.

Die Unterordner in der Elementarkomponentenbibliothek sind ebenfalls nach der Zahl der Ausgabeenergieformen 1output, 2outputs und 3outputs benannt. Für die Ausgabe nur einer Energieform (1output) gibt es zusätzlich drei Ordner für einzelne Energieformen.

Die Standardkomponenten von TOP-Energy bieten die Auswahl zur Eingabe der Energieumwandlung durch einen konstanten Wirkungsgrad, relative oder absolute Kennlinien. Zusätzlich enthalten die meisten Standardkomponenten das im Komponentenribbon wählbare Feature strukturell optimieren, welches eine eigene Kennlinie und Modellbeschreibungssprache benötigt.

Sie können die gesamte Box verwenden, auch wenn für die Strukturoptimierung bestimmte Pins (z. B. P_up) überflüssig sind. Diese lassen Sie frei und können Sie ignorieren. Um Komponenten strukturoptimierbar zu machen, sind tiefere Kenntnisse im Umgang mit Javascript erforderlich (siehe den Artikel zur Strukturoptimierung). Alternativ können Sie nur ein einzelnes Elementary verwenden, wie efficiencyCharAbs_1output.e-ctpl (absolute Kennlinie,1 Output).

Die Elementarkomponenten für Energieumwandlung beinhalten die wesentlichen Auslegungsparameter für eine Komponente: die Eingabedaten zu Nennleistungen und Wirkungsgraden. Der Zusammenhang zwischen den optimierbaren Leistungsvariablen Leistung ein und Leistung aus wird hier eindeutig festgelegt.

Zu einer Energieform, einer Seite, zum Beispiel Leistung ein, gehören standardmäßig vier Variablen:

  • lP (rot, linear): die aktuelle Leistung der Komponente in kW als linear optimierbare Variable,
  • P_nom (grau, algebraisch): die Nennleistung in kW, entspricht der Leistung im Auslegungszustand,
  • P_max (grau, algebraisch), die aktuell maximal mögliche Leistung (z. B. beschränkt durch betriebliche Randbedingungen, Sonnenstrahlung bei Photovoltaik o. ä.) und
  • P_min (grau, algebraisch), die aktuell minimal mögliche Leistung (beschränkt durch minimale Teillasten).

Außerdem gibt es

  • lP_N (rot, linear), die Nennleistung als lineare Variable. Obwohl die Nennleistung in den häufigsten Fällen für normale Betriebsoptimierungskomponenten nicht optimierbar ist (den Unterschied zwischen linear optimierbaren und algebraischen Variablen beschreibt der Artikel zum hybriden Modell), muss sie mitgeführt werden, damit nachgeschaltete Elementarys für alle Komponententypen verwendbar sind.

Um zu zeigen, wie minimale und maximale Lasten berechnet werden und in welchem Zusammenhang die Leistungen zueinander stehen, wird im Folgenden das simultan gelöste Gleichungssystem prozedural veranschaulicht. Die Eingangsseite wird dabei als Antriebsleistung und die Ausgangsseite als produzierte Leistung bezeichnet, z. B. ist in der Power-to-Heat-Komponente der Eingang oder der Antrieb die elektrische Leistung, der Ausgang oder die produzierte Leistung ist die Wärme.

  • Die produzierte Nennleistung P_nom_out wird in der Komponente als Eingabewert vorgegeben.
    • Die Antriebsnennleistung wird im Elementary über den Nennwirkungsgrad (oder eine Kennlinie) berechnet.
  • Die maximal produzierte Leistung P_max_out kann aus einer anderen Elementarkomponente (z. B. Betriebsbeschränkungen, in der P_nom verrechnet wird) kommen. Falls solch eine andere Elementarkomponente nicht vorliegt, setzen Sie P_max_out und P_nom_out gleich, indem Sie beide Pins miteinander über ein Netz verbinden.
    • Die maximale Antriebsleistung P_max_in wird im efficiency-Elementary über den dort vorgegebenen Wirkungsgradzusammenhang berechnet.
  • Die minimal produzierte Leistung P_min_out kommt aus der MinLoad-Komponente. Soll es keine minimale Teillast geben, muss hier eine 0-kW-Komponente (Elementarys/operators/fixValuePower-A.e-ctpl) angefügt und mit P_out_min verbunden werden.
    • Die minimale Antriebsleistung P_min_in wird im Elementary über den Zusammenhang Wirkungsgrad oder Kennlinie aus der minimal produzierten Leistung P_out_min berechnet.

Weiterführende Informationen finden Sie im Artikel zu den Standardelementarkomponenten zum Wirkungsgrad.

Übung 4

Die Übung 4 ist eine Fortsetzung von Übung 1, Übung 2 und Übung 3.

In Ihrer Komponente soll die Wärme durch Strom erzeugt werden. Diese Energieumwandlung soll durch eine absolute Kennlinie vorgegeben werden. Gehen Sie wie folgt vor.

  • Ziehen Sie die folgende Komponente auf das Subschema:
    Elementarys/efficiency/Elementarys/1output/efficiencyCharAbs_1output.e-ctpl.
  • Verbinden Sie die Pins des Konnektors der Antriebsleistung mit den Eingangspins und die Pins der produzierten Leistung mit den Ausgangspins. Setzen Sie P_out_max und P_out_nom gleich, indem Sie sie an dasselbe Netz anbinden.
Mit Rechtsklick auf die Elementarkomponente im Subschema kann sie gedreht oder gespiegelt werden.
  • Binden Sie die Subformulare der Ein- und Ausgabeformulare des Elementarys (inputTechnical und outputTechnical) an der richtigen Stelle in der übergeordneten Komponentenvorlage ein.
  • Setzen Sie die minimale Leistung auf 0 kW, indem Sie die folgende Komponente auf das Subschema ziehen, mit P_out_min verbinden und den Wert auf 0 kW setzen:
    Elementarys/operators/fixValuePower-A.e-ctpl.
Nehmen Sie die richtigen Einstellungen unter Slot (Komponentenvorlage (ComponentTemplate)) und Target (Simulator (eProc)) vor. Danach ist die Komponente in TOP-Energy einsetzbar.
  • Öffnen Sie aus dem TOP-Energy-Startdialog das Tutorial 4, ersetzen Sie den 100-kW-Boiler durch Ihre Power-to-Heat-Komponente, parametrieren Sie diese mit ausreichend thermischer Leistung (z. B. über 100 kW), simulieren Sie und betrachten Sie das Ergebnis. Ihre Ergebnisse sind automatisch auch im eVariant-Modul und in der Ergebniszeitreihenplotansicht im ETA vorhanden.
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