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Zeitreihe typtag-komprimieren

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Zeitreihe nach Typtagen komprimieren

Die Methode komprimiert eine Zeitreihe (oder mehrere Zeitreihen mit denselben Zeitpunkten) auf eine bestimmte Anzahl an Typtagen. Typtage sind anhand eines typischen Lastverlaufs rechnerisch ermittelte Mustertage. Es kann sich dabei zum Beispiel um einen typischen Wochentag und einen typischen Wochenendtag handeln.

Die Typtag-komprimierte Zeitreihe ist immer eine abstrakte Zeitreihe.

Es können nur Zeitreihen typtag-komprimiert werden,

  • die äquidistant sind und
  • deren Länge ein Vielfaches eines Tages ist.

Prozess der Typtag-Kompression

In der Originalzeitreihe vorkommende Tage mit einem ähnlichem Lastverlauf werden wie in der automatischen Zeitreihenkompression zu Clustern zusammengefasst. Die Besonderheit der Typtag-Kompression besteht darin, dass die zu komprimierenden Elemente und damit auch die Zentren der Cluster nicht einzelne Zeitpunkte, sondern Tage sind.

Den Anteil des Typtages am gesamten Betrachtungszeitraum, in der Regel einem Jahr, bestimmt die Anzahl der in einem Cluster zusammengefassten Tage.

Die Auflösung eines Typtages wird durch die Anzahl der Zeitschritte je Typtag bestimmt.

Die folgende Abbildung verdeutlicht den Prozess der Typtag-Komprimierung schematisch.

Die gewünschte Anzahl an Clustern kann vorgegeben werden.
Optional können Sie die Maxima und/oder Minima der Zeitreihe separat hinzufügen.

Methode anwenden

Um die Datenwerte einer Zeitreihe zu komprimieren, verwenden Sie die Menüeinträge Methoden → Zeitreihen umrechnen → Zeitreihe Typtag-komprimieren (siehe folgende Abbildung).

In dem sich öffnenden Fenster (siehe folgende Abbildung) werden mit Zeitreihen auswählen die zu komprimierenden Zeitreihen ausgewählt. Eine Mehrfachauswahl ist möglich.

Sollen mehrere Zeitreihen auf einmal komprimiert werden, müssen sie dieselben Datenpunkte aufweisen. Sollte dies nicht der Fall sein, öffnet sich wie bei der automatischen Zeitreihenkompression ein Fenster zur Fehlerbehandlung.

Geben Sie die Anzahl der Cluster an. Ganzzahlige Werte zwischen 2 und der Anzahl der Datenpunkte der zu komprimierenden Zeitreihen sind möglich.

Entscheiden Sie, ob Maxima und Minima hinzugefügt und Existierende Werte als Zentren verwendet werden sollen.

Zuletzt wählen Sie, ob die jeweilige bestehende Zeitreihe mit den neuen Werten überschrieben oder ob jeweils eine neue Zeitreihe mit den neuen Werten zusätzlich erstellt werden soll.

Beispiel

Die folgende Abbildung zeigt die Ursprungszeitreihe Strombedarf und das Ergebnis des Typtag-Komprimierens auf fünf Cluster unter Hinzufügen der Minima und Maxima.

Typtagkomprimierung in TOP-Energy

Bei der Strukturoptimierung mit einem nicht saisonalen Speicher, der nicht unbedingt selbst strukturoptimiert werden muss, wird je nach gewählter Kompressionsstufe automatisch eine Typtagkomprimierung durchgeführt.

Die Anzahl und die Auflösung der Typtage hängen von der in TOP-Energy im Simulationsribbon gewählten Kompressionstufe ab. Sie werden in der Meldung 8385 des Simulators ausgegeben, wie z. B.:

Die Zeitreihen wurden für die Strukturoptimierung auf 4 Typtage mit jeweils 2 Zeitschritten komprimiert.

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