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Allgemeine Informationen zu Zeitreihenmethoden

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Allgemeines zu den Zeitreihenmethoden

Zugänge zu den Zeitreihenmethoden bieten die Menüleiste sowie die Kontextmenüs der Zeitreihen im Projektexplorer und im Plotfenster (siehe folgenden Slider).

Menüleiste

Kontextmenü im Projekt-Explorer

Kontextmenü im Plotfenster

Die Funktionen, die in mehreren Zeitreihenmethoden vorkommen, werden im Folgenden vorgestellt.

Zeitreihen auswählen

Um die mit der gewählten Methode zu bearbeitenden Zeitreihen auszuwählen, klicken Sie auf die Schaltfläche Zeitreihen auswählen (siehe folgende Abbildung).

Es öffnet sich ein Fenster zur Auswahl aus den geöffneten Zeitreihen (siehe folgende Abbildung).

Setzen Sie Häkchen in die Auswahlkästchen. Die in der Hierarchie höher liegenden Knoten werden automatisch markiert.

Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit OK.

Einige Methoden erlauben nur die Auswahl einer Zeitreihe. Der folgende Slider zeigt, wie das aussieht.

Ob eine Mehrfachauswahl möglich ist (z. B. Auf anderes Jahr übertragen) oder nur eine Zeitreihe ausgewählt werden kann, ist von Methode zu Methode unterschiedlich.

Neue Zeitreihe erstellen oder überschreiben

Während z. B. bei der Methode Zusammenfügen die Zeitreihen nicht überschrieben werden können, ist bei den meisten Zeitreihenmethoden zu wählen, ob die mit der Methode erzeugten Zeitreihen als Ersatz für die Ursprungszeitreihen oder als neue zusätzliche Zeitreihen (z. B. Auf anderes Jahr übertragen) fungieren. Mit einem Häkchen kann festgelegt werden, dass die bestehenden Zeitreihen nicht überschrieben werden, sondern neue Zeitreihen zusätzlich erstellt werden. Bei einigen Methoden ist das Häkchen standardmäßig gesetzt (z. B. bei Skalieren), bei anderen (z. B. Einheit konvertieren) nicht. Wenn das Häkchen per Default gesetzt ist, kann man die mit der Methode ausgeführte Operation rückgängig machen. Ist das Häkchen nicht per Default gesetzt, kann die Aktion auch nicht rückgängig gemacht werden.

Für die Namen der neu zu erstellenden Zeitreihen kann ein Suffix festgelegt werden (siehe folgende Abbildung).

Berechnungsmethoden

Die folgenden Methoden stehen zur Berechnung fehlender Werte in Zeitreihen zur Verfügung:

  • Integralerhaltend,
  • Interpolierend,
    • Lineare Interpolation,
    • Kubische Spline-Interpolation,
  • Gleitender Mittelwert und
  • Standardwert.

Beispiele für die Anwendung dieser Methoden beschreiben die Artikel Zeitpunkte synchronisieren und Äquidistant machen (integralerhaltend, interpolierend).

Typperioden/Typtage

Typperioden/Typtage sind rechnerisch ermittelte Musterperioden/Mustertage mit einem typischen Lastverlauf.

Typtage werden genutzt, um Zeitreihen zu synthetisieren und zu komprimieren.

Generiert werden Typperioden als Cluster: zuerst werden die Zeitreihendaten nach Perioden (z. B. Tagen) sortiert. Dann werden ähnliche Perioden (z. B. Tage) zu einer Gruppe zusammengefasst.

Die Anzahl der in einer Gruppe zusammengefassten Perioden (Tage) bestimmt den Anteil der Typperiode (des Typtages) am gesamten Betrachtungszeitraum (z. B. einem Jahr).

Die folgende Abbildung zeigt die Leistungsverteilung innerhalb eines Jahres (12 Monate), das in vier Typtage unterteilt wurde. Die breiten roten Linien zeigen die Grenzen zwischen den Typtagen.

Typtage

Die Ausdehnung des Typtages auf dem Zeitstrahl (die Einheit mon steht für Monat a 730 Stunden) richtet sich danach, wie oft dieser Typtag im Verlaufe des gesamten Jahres vertreten ist. Je häufiger ein Typtag im Jahr vertreten ist, umso breiter sind die Balken dieses Typtages und umso höher ist der zeitliche Anteil des Typtages am gesamten Jahr.

Die Auflösung eines Typtages wird durch die Anzahl der Zeitschritte je Typtag bestimmt. In der Abbildung oben hat jeder Typtag eine Auflösung von 24 Zeitschritten, für die jeweils ein hellblauer Balken steht.

Für eigene komprimierte Zeitreihen lassen sich die Länge (in Stunden) und die Anzahl der Zeitpunkte einer Typperiode im Optionsmenü des Simulators vorgeben.

Die Zeitreihenkompression mit Typtagen findet zum Beispiel in der Strukturoptimierung mit Speichern Anwendung.

Feiertagskalender

Bestimmte Methoden, wie Erstellen aus Typtagen, Auf anderes Jahr übertragen und Filtern der Zeitintervalle, berücksichtigen regionale Feiertage. Dazu sind für Deutschland, Großbritannien und Australien im ETA Feiertagskalender hinterlegt. In den Dialogfenstern der Methoden, die auf Feiertage zugreifen, sind das Land, die Region und z. T. die Stadt auszuwählen. Die Auswahl Andere steht für die Länder, für welche im ETA keine Feiertagskalender hinterlegt sind.

Vom Feiertagskalender unabhängig ist die Zeitzone.

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