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Erstellen aus Typtagen

Zeitreihen aus Typtagen erstellen

Die Methode erzeugt Zeitreihen aus Typtagen für den Sommer, den Winter und die Übergangszeiten Herbst und Frühling.

Die Methode funktioniert für alle Energieformen, wenn Typtage zur Verfügung stehen oder gebildet werden können. Es ist möglich, eigene Typtage oder die im ETA hinterlegten Standardlastprofile für elektrischen Strom zu verwenden.

Öffnen Sie die Zeitreihen der Typtage, aus denen die neuen Zeitreihen erstellt werden sollen, im ETA vor dem Starten der Methode.

Die Methode wird über die Einträge im Projekt-Ribbon Neue Zeitreihen → Erstellen aus Typtagen aufgerufen (siehe folgende Abbildung).

Es öffnet sich das folgende Dialogfenster.

Zunächst sind das Jahr und die Region festzulegen, welche die resultierende Zeitreihe abbilden soll. Die Region ist relevant, um die regionalen Feiertage und Besonderheiten bezüglich der Zeitumstellung zu berücksichtigen.

Monatsintegrale

Unter dem Reiter Monatsintegrale werden die Integrale der realen Bedarfe für jeden einzelnen Monat angegeben (siehe folgende Abbildung).

Idealerweise werden diese Integrale auf der Basis historischer Abrechnungen bestimmt. Wenn dies nicht möglich ist, sind sie zu schätzen. Die Einheit, in der die Monatsintegrale vorliegen, ist anzugeben. Die Standardlastprofile werden dann an die Monatsintegrale angepasst.

Wenn nur eine Jahres- und keine Monatsabrechnung verfügbar ist, können alternativ zu den Monatsintegralen das Jahresintegral und das abgeschätzte Verhältnis der Monatsintegrale eingegeben werden. Dazu setzen Sie ein Häkchen vor Skaliere Monatswerte auf Jahresintegral. Geben Sie für jeden Monat eine Verhältniszahl an, z. B. bei Januar bis April je eine 2, bei Mai bis August je eine 1 usw. Die Verläufe aus den Standardlastprofilen werden entsprechend diesen Verhältnissen berücksichtigt, um die Monatsintegrale zu bilden. Sie können prozentuale Anteile angeben, ohne das Prozentzeichen zu verwenden, z. B. bei Januar 35, wenn 35 % des Bedarfs auf den Monat Januar entfallen.

Wenn Sie die Monate nicht unterschiedlich gewichten wollen, z. B. wegen wetterunabhängigen Stromverbrauchs, schreiben Sie die Anzahl der Tage eines Monats in die Tabelle (siehe folgende Abbildung).

Die Standardlastprofile für elektrischen Strom wurden auf diese Weise erzeugt.

Saisons

Unter dem Reiter Saisons können Sie die Anzahl der Saisons sowie das Start- und Enddatum jeder Saison festlegen. Voreingestellt sind vier Jahresabschnitte (Saisons), die sich an einem typischen Energieverbrauch in Deutschland in den Jahreszeiten Sommer und Winter und in den Übergangszeiten Frühling und Herbst orientieren (siehe folgende Abbildung).

Typtage der Saisons 1–4

Unter den Reitern Typtage der Saison 1–4 werden unter Vereinfachte Eingabe die Standardlastprofile für die entsprechende Saison und den Wochentag, Samstag und Sonntag/Feiertag aus Drop-down-Listen, in denen alle im ETA geöffneten Zeitreihen zur Verfügung stehen, ausgewählt (siehe folgende Abbildung).

Die Typtage der Standardlastprofile für Strom finden Sie üblicherweise unter C:\Programme\TOP-Energy $Version$\Zeitreihen-Projekte\Strom-Lastprofile\Typtage. Öffnen Sie vor dem Start der Methode die Typtag-Zeitreihen im ETA, um sie zur Synthese auswählen zu können.

Die Vereinfachte Eingabe empfiehlt sich, wenn die Standardlastprofile nach Wochentag, Samstag und Sonntag/Feiertag aufgeteilt sind. Geben die Lastprofile jeden einzelnen Tag der Woche wieder, sollten Sie die Erweiterte Eingabe verwenden.

Ausführen

Um den Dialog auszuführen, klicken Sie abschließend unten rechts im Dialogfenster den Button Anwenden.

Bei der Ausführung werden die vorgegebenen Typtage entsprechend ihrer Saison und ihrem Wochentag auf den zuvor berechneten Tagesintegralwert gemorpht. Beim Morphing werden auch die Typtage benachbarter Saisons interpoliert, z. B. wird im Spätsommer zwischen den Typtagen für den Sommer und den Herbst interpoliert. Damit dies möglich ist, müssen sämtliche vom Nutzer hinterlegte Typtage dasselbe Zeitraster haben.

Bei kleinen Monatsintegralen kann es vorkommen, dass die harmonischen Komponenten überschwingen und dadurch negative Tagesintegralwerte entstehen. Wenn dies unerwünscht ist, kann der Anwender nach dem Ausführen der Methode die Abfrage, ob die Ergebniszeitreihe negative Werte enthalten darf, mit Nein beantworten. Dann werden negative Werte durch 0 ersetzt. Das Jahresintegral kann dadurch unter Umständen verschoben werden.

Ergebniszeitreihe

Die Ergebniszeitreihe bekommt automatisch den Namen Synthetisierte Typtagzeitreihe, ggf. mit dem Zusatz einer Nummer, und kann nun für Simulationen genutzt werden (siehe folgende Abbildung).

Die zeitliche Auflösung entspricht der Auflösung der Standardlastprofile. Wenn diese beispielsweise in 15-Minuten-Schritten vorliegen, wird auch die Ergebniszeitreihe eine Schrittweite von 15 Minuten haben.

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