Zeitintervalle filtern
Die Methode Zeitintervalle filtern ermöglicht vor allem das Auftrennen von Zeitreihen in relevante und weniger relevante zeitliche Bereiche. Die Methode beinhaltet zwei Stufen: zuerst wird gefiltert, dann werden die Filterwerte ersetzt.
Als Filter definieren Sie Zeitintervalle durch die Auswahl der Jahre, Monate, Wochentage bzw. Sonntage/Feiertage, Start– und Endzeitpunkte.
Zum Ermitteln einer Grundlast werden die Wochentage der Zeitreihe ausgefiltert und nur die Samstage und Sonntage betrachtet.
In einem anderen Fall wird die Zeitreihe eines Wärmebedarfs so gefiltert, dass nur alle Montage, Dienstage und Donnerstage von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr und alle Sonn- und Feiertage von 18:00 Uhr bis 00:00 Uhr des Folgetages für die Monate Januar bis April und September bis Dezember eine neue Zeitreihe bilden.
Der Filter kann sowohl im positiven wie im negativen Sinne verwendet werden: Der Anwender wählt als Filterbereich aus, ob die Werte, welche den Filterkriterien entsprechen, oder die Werte, welche den Filterkriterien nicht entsprechen, ersetzt oder gelöscht werden.
Wahlweise werden die im Filterbereich definierten Datenpunkte
Methode starten
Um die Methode zu starten, wählen Sie im Ribbon oder im Kontextmenü der Zeitreihe im Projektexplorer Methoden → Flter → Zeitintervalle filtern (siehe folgende Abbildung) oder das Symbol
in der unteren Symbolleiste.
In dem sich öffnenden Fenster (siehe folgenden Slider) werden mit Zeitreihen auswählen die zu bearbeitenden Zeitreihen ausgewählt. Eine Mehrfachauswahl ist möglich.
Feiertage
Um regionale Feiertage zu filtern, wählen Sie das Land, die Region und gegebenenfalls die Stadt. Während für Deutschland, Großbritannien und Australien Feiertagskalender im ETA hinterlegt sind, dient die Auswahl Andere dem Filtern von Zeitreihen der übrigen Länder. Als Region kann für die Landesauswahl Andere lediglich eine Zeitzone gewählt werden, denn die Feiertage sind nicht bekannt und können deshalb nicht ausgefiltert werden.
Filterkriterien
Unter den vier Reitern Jahre, Monate, Tage, Tageszeiten sind die Filterkriterien festzulegen. Die Reiter sind nicht wahlweise zu benutzen, sondern der Filter setzt sich aus den Angaben unter allen vier Reitern zusammen. Deshalb sind alle vier Formularseiten zu berücksichtigen, und es sollten immer alle Einstellungen kontrolliert werden. Im Einzelnen gilt Folgendes:
Die Auswahl nach Feiertagen dominiert die Auswahl nach Wochentagen, das heißt: die Auswahl Sonntag/Feiertag filtert alle Sonntage und Feiertage aus, die Auswahl Dienstag filtert nur alle Dienstage, die keine Feiertage sind, aus.
Im Filterbereich legen Sie fest, ob die Filterkriterien als positive Bedingung oder als Ausschlusskriterium anzuwenden sind. Sollen die Filterwerte für
ersetzt werden?
Ersatzwert
Die ausgefilterten Zeitpunkte können mit einem Ersatzwert oder leeren Datenpunkten (NaNs) belegt (Insert empty data-point) oder gelöscht werden. Werden Datenpunkte gelöscht, wird aus einer äquidistanten Zeitreihe meist eine nicht äquidistante Zeitreihe.
Zuletzt wählen Sie, ob die jeweilige bestehende Zeitreihe mit den gefilterten Werten überschrieben werden soll oder ob jeweils eine neue Zeitreihe zusätzlich erstellt werden soll.
Aus einer äquidistanten Zeitreihe sollen die Wochentage gefiltert werden.
Unter dem Reiter Tage setzen Sie ein Häkchen vor Wochentage. Dadurch werden Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag automatisch mit Häkchen markiert. Bei Samstag und Sonntag/Feiertag bleiben die Kästchen frei.
Im Filterbereich wählen Sie Filter Zeitpunkte außerhalb des ausgewählten Intervalls und unter Filterwert wählen Sie Lösche Datenpunkte. Dadurch werden alle Zeitpunkte außerhalb des ausgewählten Intervalls – die Sams-, Sonn- und Feiertage entsprechend dem gewählten Feiertagskalender – gelöscht.
Die Ergebniszeitreihe besteht nur aus den restlichen Wochentagen und ist nicht äquidistant.





