Bedeutung der NaNs
NaN ist die Abkürzung für „Not a Number“ („Keine Zahl“). Zu den Zeitpunkten, denen NaN zugeordnet ist, liegen keine gültigen Zahlenwerte vor. NaNs zeigen leere Datenpunkte einer Zeitreihe an.
NaN steht für einen numerischen Datentyp-Wert, der einem undefinierten oder nicht darstellbaren Wert entspricht.
Anzeige der NaNs
Im Plot der Zeitreihe in ETA und in der Plotvorschau in TOP-Energy werden NaNs mit grauen Balken dargestellt (siehe folgenden Slider).
In den Wertetabellen der Zeitreihen werden NaNs zunächst mit dem Begriff Leer angezeigt. Nach einem Doppelklick auf den Eintrag Leer wechselt die Anzeige der Zelle auf nan (siehe folgende Abbildung).
Beinhalten Zeitreihen bereits beim Import in den ETA nicht interpretierbare Werte, werden diese dort als NaNs ausgewiesen.
NaNs in Eingabezeitreihen
Leere Werte (NaNs) liegen in Eingabezeitreihen vor, wenn beispielsweise Messwerte zu bestimmten Zeitpunkten fehlen, weil Messgeräte ausgefallen sind. Der verlinkte Artikel beschreibt, wie mit NaNs in den Eingabezeitreihen beim Import verfahren wird.
Leere Eingabewerte haben leere Ausgabewerte für diese Zeitpunkte zur Folge. Je nach Anwendungsfall kann entschieden werden, ob die Eingabewerte vorab korrigiert (gelöscht oder interpoliert) werden sollen oder ob der Ausfall von Messgeräten realitätsgetreu mit leeren Werten abgebildet werden soll.
Im Simulatorfenster meldet die Fehlermeldung 8271 die leeren Datenpunkte einer Eingabezeitreihe (siehe folgende Abbildung).
NaNs in Ausgabezeitreihen
Für das Auftreten von NaNs in Ausgabezeitreihen kann es verschiedene Gründe geben. Die zwei Hauptursachen für das Entstehen von NaNs in Ausgabezeitreihen sind fehlende Lösungen und das Abschalten der Anlage.
Optimierungsproblem für diesen Zeitpunkt nicht gelöst
NaNs werden für einen Zeitpunkt ausgegeben, wenn sich das Optimierungsproblem für diesen Zeitpunkt nicht lösen lässt. Das kommt z. B. vor, wenn fehlende Eingabedaten die Berechnung verhindern, wenn die Kapazitäten nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken oder wenn betriebliche Randbedingungen die Betriebsweise so weit einschränken, dass der Betrieb nicht mehr möglich ist. In diesen Fällen erscheint die Fehlermeldung 8355 im Simulatorfenster und die Simulation schließt mit der folgenden Meldung (siehe folgende Abbildung).
Anlage nicht in Betrieb
Intensive Stoffwerte (z. B. Temperaturen) werden nicht berechnet, wenn die Anlage, z. B. ein Heißwasserkessel, nicht in Betrieb ist. Eine abgeschaltete Anlage hat keine Luft- und Abgasmassenströme, für die Temperaturen berechnet werden könnten. In diesen Fällen ist es sinnvoll, keine Schätzung der Temperaturen vorzunehmen, weil dadurch falsche Jahresmittelwerte entstehen würden.
Ob die Leerstellen (NaNs) aus dem Stillstand der Anlage resultieren, lässt sich leicht überprüfen. Dazu wird der Plot der intensiven Größe, z. B. der Abgastemperatur, mit dem Plot einer Erzeugungsleistung oder der Betriebsstunden derselben Komponente verglichen (siehe folgende Abbildung). Treten die grauen Balken nur zu Zeitpunkten auf, in denen die Leistung gleich Null ist, das heißt, die Komponente nicht in Betrieb ist, so ist dies richtig und stellt kein Problem dar.






