CSV- und Excel-Zeitreihen einfach importieren
Zeitreihen können in Form einer CSV-oder Excel-Datei in den ETA importiert werden.
Die folgende Abbildung zeigt den Eintrag Zeitreihe importieren im Projekt-Ribbon.
Beachten Sie bei der Auswahl der zu importierenden Zeitreihe die Hinweise zum Dateiformat. Nach erfolgter Auswahl der Zeitreihe erscheint das folgende Dialogfenster zum Import von Zeitreihen.
In dem folgenden Dialogfenster werden wichtige Angaben zum Zeitreihenimport gemacht (siehe Abbildung unten).
Äquidistante und nicht äquidistante Zeitreihen
Die in der Tabelle Datenverarbeitung angezeigten importierten Datums- und Uhrzeiteinträge werden durch äquidistante Zeitschritte in der Größe der angegebenen Zeitdifferenz beginnend mit dem zu benennenden Startdatum ersetzt, wenn Sie im Import-Dialog Startzeit und Schrittweite vorgeben auswählen.
Im sich dann öffnenden Fenster können der Name und die Einheit der Zeitreihe geändert werden. Dann wird die importierte Zeitreihe mit einem Klick auf OK innerhalb des Dialogs gesichert.
Sollen weitere Zeitreihen importiert werden, geht man zurück zu Lade Datei und führt den Importdialog erneut aus. Durch Klicken auf Weiter–> gelangen Sie zum letzten Abschnitt des Import-Dialogs.
Daraufhin wird die importierte Zeitreihe im Projektexplorer (Fenster oben links im ETA) im Ordner Temporäre Zeitreihen angezeigt (siehe die nebenstehende Abbildung).
Datenfehler beheben
Beim Import realer Messdaten können Schwierigkeiten auftreten, wenn Messwerte nicht korrekt oder gar nicht aufgezeichnet wurden, Datenpunkte nicht mit dem richtigen Zeitstempel versehen sind oder die Dauer der Messungen nicht übereinstimmt. In den folgenden Abschnitten erhalten Sie nützliche Tipps, wie Sie Datenfehler mit dem ETA beheben.
Datum nicht erkannt
Es kann passieren, dass das Datum und die Uhrzeit in einem ungewöhnlichen Format vorliegen und nicht automatisch vom ETA erfasst werden. Im ersten Bild des folgenden Sliders befinden sich Datum und Uhrzeit jeweils zusammenhängend in der Spalte A der Tabelle Datenverarbeitung.
Nach dem Import ist in der Vorschau der importierten Zeitreihe (am rechten Rand des Zeitreihenimportfensters) zu erkennen, dass die Uhrzeitwerte durcheinander geraten sind (siehe das zweite Bild des Sliders oben).
Dieses Problem kann mittels der Tabellenoperationen behoben werden. Im Beispielfall kann die Spalte A in zwei Spalten aufgeteilt werden. Dazu benutzen Sie den Button
In zwei Spalten trennen (siehe die erste Abbildung des folgenden Sliders).
Die Datums- und Uhrzeitinformationen werden damit in zwei Spalten getrennt (siehe die zweite Abbildung des Sliders oben). Nach der richtigen Zuordnung der Spalten (siehe orangener Rahmen in der zweiten Abbildung) können diese Zeitreihen problemlos importiert werden.
Fehlermeldungen über falsche Zeitpunkte
Beim Importvorgang können verschiedene Fehlermeldungen auftreten, deren Ursache z. B. falsch aufgezeichnete Datenpunkte oder eine nicht fortlaufende zeitliche Abfolge sein kann. Die Fehlermeldung informiert den Anwender über die Art des Fehlers (siehe die Abbildungen 1 und 2 des folgenden Sliders). In der Vorschau der importierten Zeitreihe lassen sich mithilfe der darunterliegenden Debugging-Buttons
die Fehlerquellen lokalisieren (siehe die dritte Abbildung des folgenden Sliders). Man kann sich die betreffenden Zeitpunkte anschauen, die Fehlerursache bewerten und schließlich einem Überspringen dieser Datenpunkte zustimmen. Der folgende Slider veranschaulicht dies am Beispiel einzelner Datenpunkte mit falschem Zeitstempel.
NaN
Eine weitere Fehlerursache in Messwerten liegt im Aufzeichnen, z. B. bei Messgeräteausfall. Eine entsprechende Fehlermeldung (siehe die folgenden Abbildungen 1 und 2) weist auf die automatische Korrektur der Daten hin. In diesem Fall lohnt eine nähere Betrachtung der korrigierten Werte durch die Zeitreihenvorschau. Per Klick auf den Debugging-Button
(Tooltip: Gehe zur nächsten automatisch korrigierten Zeile) springt die Ansicht zu der entsprechenden Stelle. Die Detektion automatisch korrigierter Datenpunkte zeigt die Abbildung 3 des folgenden Sliders. Darin ist erkennbar, dass die Rohdaten Messpunkte enthalten, an denen kein Datenwert aufgezeichnet wurde. Im ETA werden dafür temporär NaN-Werte eingefügt. NaN steht für Not a Number.
Beendet man den Import über den Button Weiter, wird vor dem Schließen des Importdialogs mit einem Dialogfenster auf die automatisch korrigierten Daten (NaN) hingewiesen (siehe Abbildung 1 des folgenden Sliders).
Um die NaN-Werte mitzuimportieren, klickt man auf Ja. Die Zeitreihe im ETA behält dann die NaN-Werte. Sie werden im Plot als graue Balken dargestellt.
Durch die Auswahl von Nein werden die entsprechenden Zeitpunkte gelöscht. Man erhält dadurch eine nicht äquidistante Zeitreihe.
In einem letzten Dialogfenster ist zu entscheiden, ob für alle Zeitreihen derselbe Vorgang für die automatisch korrigierten Daten ausgeführt werden soll (vergleiche unten Abbildung 2).
Der folgende Slider enthält die beiden Dialoge, die vor der Beendigung des Imports erscheinen.
Automatisierter Zeitreihenimport
Um öfter Zeitreihen im selben Format einzulesen (zum Beispiel bei einer täglichen Betriebsoptimierung), kann der Importvorgang automatisiert werden. Dafür eignet sich der automatisierte Import mit der Komponente Zeitreihen-ImportExport. Diese wird in dem Artikel Import und Export von Zeitreihen beschrieben.



















