Vorgaben
Die Vorgaben machen Sie im Formular der Parameterstudie. Wählen Sie unter Vorgaben → Einstellungen den Ordner, in dem die Ergebnisse der Parameterstudienberechnungen als CSV-Datei gespeichert werden (außer Zeitreihen: die Ergebniszeitreihen können in der Zeitreihenablage gespeichert werden). Achten Sie darauf, dass TOP-Energy die Schreibrechte für den gewählten Ordner hat.
Parameter
Die Parameter in der Parameterstudie sind die veränderlichen Eingabedaten, deren Auswirkung auf die sensitiven Ausgabevariablen untersucht werden soll, z. B. der Neigungswinkel einer Photovoltaikanlage.
Unter der Überschrift Parameter, die variiert werden können Sie den Parameter 1 umbenennen und nach Bedarf beliebig viele weitere zu variierende Parameter, die unabhängig voneinander variiert werden, hinzufügen und benennen (siehe folgende Abbildung aus dem Tutorial 71).
Neben dem Reiter Einstellungen erscheint für jeden von Ihnen benannten Parameter ein Reiter (standardmäßig Parameter 1, Parameter 2 usw., nach einem Formularwechsel wird die Anzeige aktualisiert). Unter diesen Reitern legen Sie die Details für die Variation der Parameter fest (siehe folgende Abbildung: Neigungswinkel).
Abtastmethode
Zuerst bestimmen Sie die Art der Parameterabtastung, das heißt, die Methode zur Bestimmung der Stützstellen: Wertetabelle oder lineare Interpolation (Grenzwerte mit linear interpolierten Stützstellen).
Bei der Auswahl Wertetabelle können Sie die zu untersuchenden Werte direkt in eine Tabelle eintragen. Es werden dann nur die eingetragenen Werte für die Berechnung herangezogen.
Bei linearer Interpolation geben Sie die gewünschte Zahl der äquidistanten Stützstellen auf der Parameterachse an. Das Minimum ist 2, weil die Obere und die Untere Grenze jeweils als Stützstellen mitzählen. Die lineare Interpolation berechnet die Werte der Stützstellen zwischen den Anfangs- und Endwerten als lineare Funktion.
Je mehr Stützstellen gewählt werden, umso länger ist die Rechenzeit. Die gewählte Anzahl der Stützstellen gilt auch für die Zusätzlichen gekoppelten Parameter. In der Regel reichen zehn Stützstellen, um den gesuchten Bereich einzugrenzen.
Komponente und Parameter
Wählen Sie die Komponente des zu variierenden Parameters aus der Drop-down-Liste oder über den Button
aus dem Projektbaum und den Parameter, der variiert werden soll, aus dem sich öffnenden Formular.
Ein globaler Wert wird lokal, nachdem er als Variabler Parameter ausgewählt wurde.
Achten Sie auf die Richtigkeit der ausgewählten Komponenten: Wählen Sie den richtigen Pfad für den Parameter mit dem entsprechenden Varianten-, Simulations- oder Komponentenknoten. Die Dropdown-Listen der Komponenten sind wie bei der Auswahl von Parametern alphabetisch sortiert, mit der Ausnahme, dass der Projektname immer oben angezeigt wird. Die alphabetische Reihenfolge kann sich von der im Projekt-Explorer unterscheiden.
Sie können den Parameter später noch ändern, indem Sie auf den Auswählen-Button klicken.
Sie können mit einem Klick die Vorhandenen Werte holen. Das heißt, dass aus dem Formular der Komponente der dort vorhandene Wert des Parameters in die beiden ersten Zeilen der Wertetabelle oder, bei der Parameterabtastung mit linear interpolierten Stützstellen, als Obere und Untere Grenze der Variation eingetragen wird. Sie können diese Grenzen ändern oder direkt eintragen, ohne sie vorher aus der Komponente zu laden. Bei der Abtastmethode Wertetabelle ist die Eingabe der Grenzen und der Anzahl der Stützstellen nicht nötig, aber Sie müssen die einzelnen Werte zeilenweise in der Tabelle vorgeben und ggf. die aus den Eingabedaten übernommenen Werte variieren.
Zusätzliche gekoppelte Parameter
Zusätzlich zu jedem zu variierenden Parameter können Sie weitere an diesen gekoppelte Parameter wählen, die ebenfalls variiert werden. Voraussetzung für eine sinnvolle Verwendung Zusätzlicher gekoppelter Parameter ist ein bestehender Zusammenhang zwischen den gewählten variablen Parametern und den sensitiven Ausgabevariablen. Bei der Methode Wertetabelle wird für jeden Zusätzlichen gekoppelten Parameter eine Spalte in der Wertetabelle hinzugefügt. In diese können Sie die Werte selbst eintragen oder mit dem Button Vorhandene Werte holen aus den Eingabedaten übernehmen und dann anpassen.
Ausgabevariablen
Wählen Sie im nächsten Formular beliebig viele Ausgabevariablen aus, deren Abhängigkeit von den variierten Parametern untersucht werden soll (siehe folgende Abbildung aus dem Tutorial 71). Es handelt sich dabei um die sensitiven Variablen in den Ausgabedaten, zum Beispiel die Amortisationszeit, den Kapitalwert und die Abgegebene elektrische Leistung.
Nach Auswahl der Ausgabevariablen können Sie noch ein Suchziel (Vollständige Suche, Maximum oder Minimum) definieren. Durch die Auswahl von Maximum oder Minimum werden nicht alle Stützstellen-Kombinationen berechnet, und die Gesamtsimulationszeit sinkt deutlich. Der intelligente Algorithmus berücksichtigt dann nicht alle Stützstellen, sondern sucht nach Optima und simuliert fein aufgelöst nur die Bereiche, in denen ein Minimum oder Maximum der Kennzahl zu erwarten ist.
Für die Ausgabe können Sie aus der Drop-down-Liste zwischen Mittelwert, Maximum, Minimum und Integral, jeweils wahlweise mit Zeitreihenablage wählen.
Aktionen
Wählen Sie die Aktionen, die TOP-Energy zur Bestimmung der abhängigen Kennzahlen ausführt (siehe folgende Abbildung).
Zuerst wählen Sie aus der Drop-down-Liste das Modul (siehe folgende Abbildung). Der Simulation ist die Variantenbezeichnung (falls vorhanden) vorangestellt. Sie wird durch einen Punkt abgegrenzt, z. B. Variante Photovoltaik.Simulation.
Passend zu dem gewählten Modul wählen Sie in der zweiten Spalte die dazugehörige Aktion.
Einstellungen
In den TOP-Energy-Einstellungen können Sie unter Parameterstudie bestimmen, ob nach dem Ausführen der Parameterstudie, dem Variieren der Parameter, die ursprünglichen Einstellungen wiederhergestellt werden sollen. Standardmäßig ist diese Funktion aktiviert. Allerdings betrifft dies nicht den Status als globaler Wert. Diese Eigenschaft können Sie bei Bedarf nach dem Ausführen der Parameterstudie, die alle Variablen Parameter von global auf lokal umstellt, manuell wiederherstellen.
Wenn alle Parameter vorgegeben und Einstellungen vorgenommen sind, können Sie die Parameterstudie ausführen.
Akteure
Akteure werden im Variantenvergleichs-Modul ausgewählt.
Um einen anderen Akteur in der Parameterstudie zu berücksichtigen, wählen Sie erst den anderen Akteur im Variantenvergleich und führen dann die Parameterstudie aus.







