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Berechnungsverfahren der Wirtschaftlichkeitsbewertung

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Berechnungsverfahren der Wirtschaftlichkeitsbewertung

Die Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsbewertung bildet eine dynamische Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Geben Sie dazu in den technischen Komponenten die Wirtschaftlichen Eingabedaten an: Investitionskosten, Abschreibungsdauer, Reinvestitionskosten und Betriebskosten und Kosten und Erlöse für Betriebsmittel.

Der Variantenvergleich ermittelt aus den jeweiligen Differenzen der Investitionskosten und des Cashflows der entsprechenden Variante im Vergleich zum Referenzfall in Kombination mit den Kosten für die Energiebezüge aus den Tarifen den Kapitalwert, den Endwert und den Internen Zinsfuß. Die zur Barwertermittlung benötigten Abzinsungsfaktoren (Formel siehe unten) sind fest hinterlegt.

Die Kapitalwertermittlung ergibt die Dynamische Amortisationszeit, beide entscheidende wirtschaftliche Ergebnisse.

Der Excel-Export enthält die Formeln zur Berechnung der wirtschaftlichen Ergebnisse. Klicken Sie auf die betreffende Zelle, wird die Formel zur Berechnung ihres Wertes angezeigt.

Annuitätenmethode

Mit Hilfe der Annuitätenmethode wird der Kapitalwert auf die Nutzungsdauer verteilt. So wird die Zahlungsfolge aus Ein- und Auszahlungen in die Annuität (Jahreszahlung) umgewandelt. Es ergeben sich somit wiederkehrende Zahlungen in konstanter Höhe und in gleichmäßigen Abständen.

Berechnete Werte

Die Ergebnisse des Wirtschaftlichkeitsvergleichs werden im Variantenvergleich angezeigt. Noch detaillierter können sie in den Excel-Export-Dateien betrachtet werden. Darin kann jede einzelne der gewählten Perioden eingesehen werden. Die Berechnungsformeln lassen sich dort für jede Zelle mit einem berechneten Wert anzeigen (siehe folgende Abbildung).

In der Excel-Datei wird für jede Variante an erster Stelle der Wirtschaftlichkeitsbewertung das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern, EBITDA, angegeben. EBITDA ist die Abkürzung für earnings before interest, taxes, depreciation, and amortization und ergibt sich aus der Summe der Kosten und Erlöse aus Anlagenbetrieb, Energieströmen und Fremdkapital (bei letzterem nur der Kosten).

Die Investitionskosten werden gleichmäßig auf die betrachteten Perioden verteilt und als Abschreibungen von EBITDA subtrahiert. Es ergibt sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen, kurz EBIT.

Im nächsten Schritt werden etwaige Zinskosten aus Fremdkapital von EBIT subtrahiert. Daraus resultiert der Gewinn vor Steuern, EBT.

Subtrahiert man die ermittelte Steuerlast von EBT, erhält man den Gewinn nach Steuern, EAT. Das Nachsteuerergebnis ist der Gewinn nach Abzug der Ertragssteuern. Eine positive Differenz des Nachsteuerergebnisses zum Referenzfall bedeutet einen Vorteil der Variante.

Der Cashflow setzt sich aus den Einzahlungen und Auszahlungen einer bestimmten Periode zusammen, die im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit oder der Finanzierungstätigkeit des Unternehmens stehen. Dazu gehören beispielsweise Energiekosten- und Erträge, aber auch Kreditzinsen, zahlungswirksame Steuern und Investitionszahlungen. Der Cashflow wird berechnet, indem von EBITDA die Zinskosten für Fremdkapital, die Kosten für Steuerzahlungen und ggf. Reinvestitionskosten (zum jeweiligen Zeitpunkt) subtrahiert werden. Aus dem Cashflow des Referenzfalls und dem Cashflow der Variante ergibt sich die Cashflowdifferenz. Eine positive Cashflowdifferenz im Variantenvergleich bedeutet, dass die Variante gegenüber dem Referenzfall eine Cashflow-Einsparung aufweist.

Die Cashflowdifferenz wird mit dem Abzinsungsfaktor multipliziert, um den Barwert der jeweiligen Periode zu ermitteln. Der Abzinsungsfaktor wird aus dem Kalkulationszins \( i \) (Voreinstellung: 4 %) und dem Betrachtungszeitraum (in Jahren) \( n \), die in den VariantenvergleichsEingabedaten zu den Wirtschaftlichen Randbedingungen hinterlegt werden, mit der folgenden Formel berechnet:

\( \begin{equation} \begin{aligned} \dfrac{1}{(1+i){^n}} \end{aligned}\end{equation}\).

Der Kapitalwert ist die Summe aller zukünftigen Zahlungsflüsse, die aus einer Investition entstehen, abgezinst auf den gegenwärtigen Zeitpunkt. Er dient als Kennzahl zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit einer Investition. Der Kapitalwert wird auch als Nettobarwert oder englisch Net Present Value (NPV) bezeichnet. Ein höherer Kapitalwert bedeutet eine gegenüber dem Referenzfall vorteilhafte Variante. Der Kapitalwert wird als Summe der negativen Investitionskosten und der negativen oder positiven Barwerte der Perioden berechnet. Ist der Barwert positiv, wird die Investition um den jeweiligen Barwert pro Periode abgetragen. Nach einer bestimmten Anzahl von Perioden entsteht ein positiver Kapitalwert. Die Anlage amortisiert sich zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sind die Barwerte jedoch negativ, kann der Kapitalwert nicht positiv werden. Es stellt sich keine Amortisation ein. Die Variante ist dann nicht lukrativer als die potenziellen Erlöse aus dem Kalkulationszins (alternativer Geldanlage).

Die Dynamische Amortisationszeit ist die Zeit, nach welcher der Kapitalwert einer Investition gleich null ist. Sie zeigt an, wie lange es dauert, bis eine Investition die Anschaffungsauszahlung nebst Verzinsung wiedergewonnen hat. Kann die Anschaffung im Betrachtungszeitraum nicht amortisiert werden, wird die Dynamische Amortisationszeit als null ausgegeben. Bei Verwendung des Szenarienmanagers kann es aufgrund späterer Investitionen mehrere Amortisationszeitpunkte, die im zeitlichen Verlauf sichtbar werden, geben. Die Amortisationszeit der im letzten Stützjahr getätigten Investitionen wird im Variantenvergleich ausgegeben.

Der Endwert ist der Wert einer oder mehrerer Zahlungen am Ende einer Betrachtungsperiode, der sich durch die Aufzinsung der Zahlungen (um die Zinsen und Zinseszinsen) ergibt. Dies ist der Betrag, den der Investierende am Ende des Betrachtungszeitraums (entsprechend dem gewählten Betrachtungszeitraum (in Jahren) zur Verfügung hat. Vom ökonomischen Standpunkt betrachtet sollte die Investition mit dem höchsten Endwert den anderen Varianten vorgezogen werden, denn ein höherer Endwert einer Variante bedeutet höhere bzw. frühere positive Zahlungsströme im Vergleich zum Referenzfall und ist unter Berücksichtigung der Zinsen und der Betrachtungsdauer vorteilhaft. Der Endwert wird durch die Aufzinsung des Barwertes mit dem Aufzinsungsfaktor, der reziprok zum Abzinsungsfaktor ist, ermittelt.

Wenn nach der initialen Investition in Periode 0 noch weitere Investitionen (Reinvestitionen) erforderlich sind bzw. ein Investitionspaket mit verschiedenen Investitionszeitpunkten (zum Beispiel mit dem Szenarienmanager) geplant ist, werden die Kosten für die späteren Investitionen abgezinst in den Barwerten berücksichtigt. In diesem Fall kann sich der kumulierte Barwert nach der ersten Periode verringern und die Amortisation somit verzögern. Außerdem kann ein bereits amortisiertes Projekt noch einmal in den Bereich negativer kumulierter Barwerte abrutschen. In diesen Fällen wird in TOP-Energy der erste Zeitpunkt mit einem positiven kumulierten Barwert als Amortisationszeitpunkt ausgegeben. Die Kapitalwerte solcher Projekte sind aufgrund der abgezinsten eingehenden Investitionskosten korrekt berechnete (endliche) Kettenkapitalwerte.

Der Interne Zinsfuß ist der Kalkulationszinssatz, bei dem der Kapitalwert einer Investition oder eines Projekts gleich null ist. Der interne Zinsfuß zeigt die Effektivverzinsung einer Investition an und dient als Rentabilitätskennzahl. Lassen sich durch die Investition keine Einsparungen im Betrieb erreichen, hat die Variante höhere Ausgaben als der Referenzfall, und es kann kein Zinsfuß berechnet werden (Ausgabe: null).

CAPEX und OPEX

Capital Expenditures (CAPEX) umfassen im internen Rechnungswesen die Investitionsausgaben eines Unternehmens für langfristige Anlagegüter, zum Beispiel Anlagen, Gebäude oder Fahrzeuge.
Operational expenditures (OPEX) sind Ausgaben, die den operativen Geschäftsbetrieb betreffen. Dazu gehören Kosten für Betriebs- und Rohstoffe sowie Personal- und Energiekosten.
CAPEX und OPEX bilden TOTEX, die Gesamtausgaben eines Unternehmens.
In TOP-Energy werden CAPEX und OPEX in den Wirtschaftlichen Eingabedaten der technischen Komponenten getrennt in Investitions- und Betriebskosten eingetragen. Die Energiekosten hingegen werden in den Tarifkomponenten vorgegeben. Im Variantenvergleich werden diese Kosten als Summe zusammengefasst und wahlweise als detaillierte Übersicht angezeigt (siehe folgende Abbildung).

Im Variantenvergleich werden die Kosten der Varianten einer zu definierenden Referenzvariante gegenübergestellt (siehe folgende Abbildung).

Zu CAPEX zählen nicht nur Investitionen in Anlagen, sondern auch deren Instandhaltung. Der Anwender hat zwei Möglichkeiten, diese Kosten anzugeben: in den Betriebskosten als Sonstige Betriebskosten oder als Betriebskosten pro Investitionskosten. Im Variantenvergleich werden alle Betriebskosten als Kosten für den Anlagenbetrieb zusammengefasst und somit als OPEX bewertet (siehe folgende Abbildung).

Um eine Trennung vorzunehmen, tragen Sie alle CAPEX unter Investitionskosten und Reinvestitionskosten und alle OPEX unter Betriebskosten ein. Über den Variantenvergleichs-Excel-Export können Sie so Abschreibungen in der Cash-Flow-Rechnung den entsprechenden Investitionen zuordnen, z. B. Reinvestitionen nach einer bestimmten Anzahl an Jahren.
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